Wichtige Information

Die Tagung findet aus verschiedenen Gründen nicht 2009 statt. Sie wird (vermutlich mit demselben Programm) auf Herbst 2010 verschoben. Näheres erfahren Sie Anfang 2010 auf dieser Seite.

   
 

M U S I K   A L S   R A U M

Grundsätzliches zum Thema:

Musik sei der Sprache ähnlich, heisst es. Doch in vieler Musik dient die Zeit nicht in erster Linie dazu, musikalische Gedanken zu entwickeln, die in gewissem Sinn etwas erzählen; Musik also, die eine Richtung hat und bei der Vorher und Nachher in zwingender Abfolge stehen, die einzelnen Teile folglich nicht austauschbar sind und die ihren Sinn erst durch eine sich auf der Zeitachse formende Dramaturgie findet.
Die Funktion von Musik, die nicht dramaturgisch gestaltet ist, besteht im Gegenteil oft explizit darin, die Zeit zu überwinden, sie anzuhalten oder sich mithilfe der Musik "aus der Zeit hinaus zu begeben" (Gregorianischer Choral, Modale Musik ganz allgemein [Volksmusik im Süden Europas, aussereuropäische Kulturen, …]).
Die Zeit hat dabei oft lediglich die Funktion eines (unverzichtbaren) Vehikels, um Dinge zu transportieren, die essentiell ausserhalb der Zeit angesiedelt sind. In aller Regel dient die Musik in diesen Fällen dazu, Räume zu evozieren oder (innermusikalische) Räume zu bauen. In der westlichen Kultur haben vor allem die letzten hundert Jahre dafür besonders prägnante Ansätze hervor gebracht (E. Satie, Cl. Debussy, E. Varèse, M. Feldman, K.H. Stockhausen, …). Aber auch in archaischen Kulturen war und ist die Musik oft der einzige Schlüssel, um zu bestimmten "Räumen" den Zutritt zu finden oder sie überhaupt erst entstehen zu lassen.

   
  Referate: 

(Grundsätzliche Themen)

 

1 – Raum / Zeit: 
      Ursula Pia Jauch    

Allgemein philosophisch und im Hinblick auf Musik; Erlebnisraum (Bollnow); gibt es einen statischen Raum? Wahrnehmung von Zeit; Wiederholung; Konstanten; Unterschied zw. narrativer und räumlicher musikalischer Anlage;…

2 – Räumliche Musik: 
      Golo Föllmer             

Die verschiedenen Aspekte von räumlicher Musik; (Satie, Feldman, Stockhausen; andere, auch ältere; Räumlichkeit von Klängen / Strukturen; elektronische Musik; Musikalisches Beschreiben von Räumen (Debussy); akustische Raumwahrnehmung / gefühlsmässiger Raum;

3 – Modalität:       
      Christopher Schmidt    

Grundsätzliche Fragen zur Modalität; was ist modale Musik? Grundton / musikalische Gravitation; wie entsteht Spannung (in modaler Musik); Hieros gamos, Diatonik, Chromatik, Akkord; Modale Musik in Europa und ausserhalb; …

4 – Musik als Magie:
      Jean Martin Büttner       

Magie und Ritual; Ritual als Inhalt / Rahmen; das Repetitive; Musik als Impuls für Vorstellungsräume; Bühne - Publikum; Animismus; Kirchenmusik; Magie heute; …

  5 – Wahrnehmungsfragen:
      Oswald Wiener         

Grundsatzreferat zur Psychologie unserer Wahrnehmung: Wie hören wir? Wie verbinden wir Vergangenes und Erwartendes? Wie überwinden wir in räumlicher Musik die (alles zerstörende) Zeit? Wie gegenwärtig sind Erinnerungen? Was ist musikalische Energie? Ist Intensität messbar? etc.; …

     
  Seminare:

 

 

  1 – Ulas Aktas                      

  2 – Ekkart Altenmüller          

  3 – Vincent Barras

  4 – Dorothea Baumann

  5 – Rudolf Frisius

  6 – Johannes Fritsch

  7 – Dagmar Hoffmann-Axthelm

  8 – Markus Jans

  9 – George Lewis

10 – Hans Ulrich Reck
        Balz Trümpy                  

11 – Tobias Schabenberger

12 – Balz Trümpy

Musikalische Räume im Film

Fragen der Wahrnehmung

Sprach- / Stimmräume

Musik und Magie

Elektronische Musik

Momentform, etc.

Psychologisches

Mehrstimmige Modalität

Räumliche Musik

Konzertkritik


Musikalischer Raum im 19. Jh.

Musikalischer Raum im 20. Jh.

     
  Workshops:

 

 

 

 

1 – Vincent Barras           

2 – John Butcher            

3 – Fritz Hauser           

4 – Gaby Mahler           

5 – John McKeown           

6 – Luca Ricossa           

7 – Christian Weber           

8 – Katharina Weber           

9 – Ken Zuckerman           

Stimme

Saxophon

Schlagzeug

Bewegung

Improvisation im Unterricht

Stimme (Gregorianik)

Kontrabass

Klavier

Modale Improvisation (Seminar / Workshop)

 

 

Die Bedeutung des gemeinsamen Klangraumes;
Was ist das? Wo in der Musik ist er wichtig? Suggestivität, musikal. Kraftfelder; Die Gruppe als Organismus; Präsenz; … : Soll in den Workshops thematisiert werden.

   
  Konzerte:    

 



 
Montag, 12. 10.: 

– Ken Zuckerman Sarod
– Sanju Sahai Tabla

– George Lewis + 48 Nord (Trio)      

   
Dienstag, 13. 10.:

– Roberto Pianca E-Gitarre solo

– Cordula Dietrich Fagott
Michelangelo Rinaldi Klavier

   
Mittwoch, 14. 10.: 

– Fritz Hauser Schlagzeug solo

– John Butcher Saxophon
– Eddie Prévost Basstr., Pauken, Becken

   
Donnerstag, 15. 10.:

– Katharina Weber Klavier solo

– Gaby Mahler Bewegung 
– N.N. Musik

   
Freitag, 16. 10.:

– Christian Kobi  Saxophon solo

– Leberwanz
   Christian Weber
Kontrabass
   Joke Lanz Turntable

   
Samstag, 17. 10.: 

– Selten gehörte Musik (Quintett):
   Vincent Barras Stimme
   Christoph Baumann
Klavier
   
Walter Fähndrich
   Peter K Frey Kontrabass
   Oswald Wiener
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